Die PNY CS2230 ist eine M.2 NVMe PCIe 3.0 SSD, die für die Aufrüstung von Computern entwickelt wurde, die noch eine Festplatte, ein SATA-Laufwerk oder ein älteres NVMe-Laufwerk verwenden. Sie soll nicht mit schnelleren PCIe 4.0-Modellen konkurrieren, sondern vielmehr eine spürbare Leistungssteigerung zu einem erschwinglichen Preis bieten.
Sie ist mit 500 GB, 1 TB und 2 TB Speicherkapazität erhältlich. Je nach Kapazität erreicht sie sequentielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 3.400 MB/s und sequentielle Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.700 MB/s. Diese Werte liegen nahe am praktischen Limit der PCIe 3.0 x4-Schnittstelle und sorgen dafür, dass sich ein Heimcomputer in nahezu allen Alltagssituationen schnell anfühlt.
Leistung im täglichen Gebrauch
Die CS2230 eignet sich am besten für kurze, häufige Aufgaben. Windows-Start, Programmstart, Installationen und die Ordnernavigation erfolgen flüssig und schnell. Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten ist der Unterschied enorm: Der Computer reagiert nicht mehr verzögert, sondern nahezu verzögerungsfrei.

Im Vergleich zu einer SATA-SSD ist der Unterschied weniger deutlich. Das System bootet nicht vier- oder fünfmal schneller, auch wenn die sequenziellen Geschwindigkeiten etwas anderes vermuten lassen. Die PNY-SSD hat jedoch Vorteile beim Kopieren großer Dateien, Installieren von Spielen, Entpacken großer Ordner oder Arbeiten mit datenintensiven Anwendungen.
Die 500-GB-Version bietet Lesegeschwindigkeiten von bis zu 3.300 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.500 MB/s. Das 1-TB-Modell behält die Lesegeschwindigkeiten bei und bietet leicht höhere Schreibgeschwindigkeiten, während die 2-TB-Version die Maximalwerte der Produktfamilie erreicht. In der Praxis sind diese Unterschiede zwischen den Speicherkapazitäten gering. Die Wahl sollte daher eher vom verfügbaren Speicherplatz und dem Preis abhängen als von einigen hundert Megabyte pro Sekunde.
Spiele und Ladezeiten
Als Gaming-SSD schlägt sich die CS2230 gut. Sie reduziert die Ladezeiten im Vergleich zu einer Festplatte deutlich und vermeidet viele der kleineren Ruckler, die auftreten, wenn der Speicher die Daten nicht schnell genug liefert.
Ein Upgrade von einer guten SATA-SSD auf dieses Modell wird das Nutzererlebnis jedoch nicht grundlegend verändern. Spiele laden etwas schneller und Installationen erfolgen zügiger, die Bildwiederholrate hängt aber weiterhin von Prozessor und Grafikkarte ab. Die CS2230 beschleunigt den Datenzugriff, nicht die Grafikleistung.
Für eine Spielesammlung scheint die 1-TB-Version die ausgewogenste Lösung zu sein. Die 500-GB-Version könnte nach der Installation des Betriebssystems und mehrerer großer Spiele zu klein sein. Das 2-TB-Modell ist zwar komfortabler, lohnt sich aber nur, wenn es im Vergleich zu PCIe-4.0-Alternativen preislich konkurrenzfähig bleibt.
Lange Transfers und anspruchsvolle Ladungen
Die größte Einschränkung der CS2230 zeigt sich bei anhaltender Arbeitslast. Die angegebenen Geschwindigkeiten stellen den optimalen Fall dar und garantieren nicht, dass die Schreibgeschwindigkeit bei sehr langen Übertragungen maximal bleibt.
Beim gleichzeitigen Kopieren hunderter Gigabytes, der Bearbeitung hochauflösender Videos oder der Nutzung als Hochleistungslaufwerk sinkt die Leistung wahrscheinlich, sobald der schnelle Cache erschöpft ist. Dieses Verhalten tritt häufig bei günstigen SSDs auf und ist für den durchschnittlichen Nutzer kein großes Problem, spielt aber in professionellen Umgebungen eine Rolle.
Für Büroarbeiten, Studium, Programmieren, Surfen, gelegentliches Fotografieren und Spielen sind diese Leistungseinbrüche kaum spürbar. Die meisten Aufgaben werden in kurzen Intervallen ausgeführt, in denen die SSD ihre optimale Leistung entfalten kann. Für kontinuierliche audiovisuelle Produktion oder große Datenmengen würde ich ein höherwertiges Laufwerk mit besser dokumentierter Dauerleistung wählen.
Temperatur und Stabilität
Da es sich bei der CS2230 um ein PCIe-3.0-Laufwerk handelt, erzeugt sie nicht so viel Wärme wie einige SSDs der neueren Generation. In einem Desktop-Computer mit Standardbelüftung sollte sie problemlos funktionieren, selbst ohne großen Kühlkörper.

Bei Laptops oder Kompaktcomputern empfiehlt es sich, falls vorhanden, das Wärmeleitpad des Mainboards zu verwenden. Hohe Temperaturen können, insbesondere bei längerer Belastung, zu einer automatischen Geschwindigkeitsreduzierung führen. Im normalen Gebrauch scheint die Kühlung des Geräts jedoch nicht besonders schwierig zu sein.
Endgültige Stellungnahme
Die PNY CS2230 ( ab 98 € bei Amazon ) bietet überzeugende Leistung für die Aufrüstung älterer Systeme oder den Bau eines Budget-PCs. Sie ist schnell für den täglichen Gebrauch, reaktionsschnell beim Gaming und nutzt die PCIe-3.0-Schnittstelle voll aus.
Ihre Kaufentscheidung hängt primär vom Preis ab. Da sie deutlich günstiger ist als eine vergleichbare PCIe 4.0 SSD, ist sie absolut sinnvoll. Bei einem geringen Preisunterschied ist ein Gen4-Modell vorzuziehen, selbst wenn Ihr aktueller Computer nur PCIe 3.0 unterstützt.