Samsung Galaxy A37 5G im Test: Ein solides Mittelklasse-Smartphone

Letzte Aktualisierung: Juli 30 2026
  • 6,7-Zoll-Super-AMOLED-Display mit 120 Hz und Exynos 1480: ein flüssiges und stabiles Erlebnis für Multimedia und den täglichen Gebrauch.
  • 5.000 mAh Akku mit 45W Schnellladefunktion: Akkulaufzeit für den ganzen Tag und schnelles Aufladen für intensive Nutzung.
  • Die 50-Megapixel-Hauptkamera mit OIS liefert zuverlässige Fotos; Ultraweitwinkel und Makro sind sekundäre Funktionen.

Samsung optimiert seine Mittelklasse-Smartphones weiterhin nach bewährter Formel: großes Display, einprägsames Design, ausgereifte Software und eine Ausstattung, die keine Rekorde brechen, sondern dem Nutzer jahrelang zuverlässig dienen soll. Das Galaxy A37 5G verfolgt genau diese Absicht, und die lavendelfarbene Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher nimmt eine interessante Position im Sortiment ein: Es ist nicht einfach nur ein günstiges Smartphone, will aber auch nicht mit Flaggschiffmodellen konkurrieren.

Für rund 400 Euro gibt es ein Smartphone, das mit seinem Gesamtpaket überzeugen will. Und im heutigen Mittelklasse-Segment ist das fast wichtiger als herausragende Einzelmerkmale. Es bietet ein 6,7 Zoll großes 120-Hz-Super-AMOLED-Display, einen 4-nm-Exynos-1480-Prozessor, einen 5.000-mAh-Akku mit 45-W-Ladefunktion und eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung. Auf dem Papier klingt das ziemlich gut. Die entscheidende Frage ist: Fühlt es sich im Alltag wie ein rundum gelungenes Smartphone an oder nur wie ein weiteres Galaxy A mit kleinen Verbesserungen? Finden wir es heraus.

Materialien und Design

Das Galaxy A37 5G versucht nicht, Samsungs Design neu zu erfinden, und das ist wohl auch gut so. Die Marke setzt seit Langem auf klare Linien, separate Kameramodule und eine minimalistische Rückseite. In diesem Lavendelton wirkt das Smartphone individuell, ohne aufdringlich zu sein. Es ist kein grelles Lila, das nach ein paar Tagen langweilig wird, sondern ein sanfterer, eleganter Ton, der je nach Lichteinfall subtil schimmert. Eine Farbe mit ästhetischem Anspruch, die aber nicht ständig Aufmerksamkeit erregt.

Mit seinen Abmessungen von 162,9 x 78,2 x 7,4 Millimetern ist klar, dass es sich um ein großes Smartphone handelt. Es liegt zwar gut in der Hand, lässt sich aber nicht intuitiv mit einer Hand bedienen. Der 6,7-Zoll-Bildschirm dominiert das Display, was beim Tippen, Öffnen der Kamera oder Herunterziehen der Benachrichtigungsleiste deutlich spürbar ist. Samsung hat es geschafft, die Dicke angenehm gering zu halten, und die 7,4 Millimeter verhindern, dass es sich wie ein Klotz anfühlt, obwohl die 196 Gramm spürbar sind. Es ist nicht übermäßig schwer, aber man spürt es in der Hosentasche.

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Es liegt gut in der Hand. Es wirkt nicht luxuriös, da es nicht in diese Kategorie fällt, macht aber dennoch einen soliden Eindruck. Die Verwendung von Gorilla Glass Victus+ auf dem Display ist in dieser Kategorie ein wichtiges Merkmal, insbesondere für Nutzer, die nicht allzu sorgsam mit ihrem Smartphone umgehen. Die Mohs-Härte von 5 verdeutlicht, dass es nicht unzerstörbar ist, bietet aber zumindest einen guten Schutz vor alltäglichen Gebrauchsspuren. Bei einem Mittelklasse-Smartphone zählen solche Details mehr als viele Werbeversprechen.

Der im Display integrierte Fingerabdrucksensor funktioniert wie von Samsung gewohnt: Er ist zwar nicht der schnellste auf dem Markt, aber komfortabel und zuverlässig. Ich finde ihn nach wie vor intuitiver als einen seitlich angebrachten Sensor, insbesondere bei größeren Smartphones, wo das Umgreifen zum Entsperren umständlich sein kann. Hier hingegen wird das Auflegen des Fingers zum automatischen Anmelden.

Multimedia

Das Display ist wohl eines der stärksten Verkaufsargumente des Galaxy A37 5G. Es handelt sich um ein 6,7 Zoll großes Super-AMOLED-Full-HD+-Panel mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, 385 Pixel pro Zoll, 1.200 Nits Helligkeit und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits. Im Alltag überzeugt es durch seine brillante Darstellung, die flüssige Bedienung und die gute Sicht im Freien.

Samsung versteht sein Handwerk, und dieses Modell profitiert deutlich von dieser Expertise. Die Schwarztöne sind satt, die Farben leuchtend und der Kontrast macht das Ansehen von Serien und Videos oder das Surfen in sozialen Medien zu einem angenehmen Erlebnis. Es handelt sich zwar nicht um ein High-End-Panel mit allen möglichen Extras, aber für den durchschnittlichen Nutzer und selbst für anspruchsvolle Anwender bietet es mehr als genug Qualität.

Die Größe ist ein zweischneidiges Schwert. Zum Konsumieren von Inhalten, Spielen oder Lesen ist sie ideal. Für die Nutzung beim Gehen, schnelles Reagieren mit einer Hand oder das Tragen in engen Hosen ist sie weniger geeignet. Dies ist kein spezifischer Mangel des A37 5G, sondern eher ein allgemeiner Trend: Mittelgroße Smartphones sind fast vom Markt verschwunden, und dieses Galaxy gehört zu jener Gerätefamilie, die sich besonders gut mit beiden Händen bedienen lässt.

Hardware, die liefert

Das Galaxy A37 5G wird vom Exynos 1480 angetrieben, einem 4-nm-Chip mit acht Kernen und einer Xclipse 530 GPU. In dieser Version mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher ist die Konfiguration optimal. Es ist kein Smartphone, das für Benchmark-Ergebnisse konzipiert wurde, sondern für ein reibungsloses Alltagserlebnis: Messaging, soziale Medien, Surfen, Kamera, Multimedia-Wiedergabe, Banking, Karten und sogar einige Spiele laufen problemlos.

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Wichtig ist, dem Smartphone nichts zuzumuten, was es nicht leisten kann. Im Normalbetrieb läuft es flüssig. Die 8 GB RAM sorgen dafür, dass mehrere Apps gleichzeitig geöffnet bleiben, ohne dass das System ständig Prozesse beenden muss. Und die 256 GB Speicherplatz sind fast unerlässlich, wenn man viele Fotos macht, Serien herunterlädt oder WhatsApp-Dateien wie historische Dokumente sammelt.

Ich finde es gut, dass Samsung sich für einen effizienten 4-nm-Prozessor entschieden hat, denn das wirkt sich nicht nur auf die Leistung aus, sondern auch auf Akkulaufzeit und Wärmeableitung. Ein Smartphone, das nicht so heiß wird, fühlt sich angenehmer an, ist langlebiger und im Sommer weniger störend. Es ist so ein Detail, das auf dem Datenblatt vielleicht nicht so gut aussieht, aber das man im Alltag wirklich zu schätzen weiß.

Fotografie

Das Kamerasystem des Galaxy A37 5G ist typisch für den aktuellen Mittelklasse-Markt. Es verfügt über eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit einer Blende von f/1.8, einem 1/1.56-Zoll-Sensor, PDAF und optischer Bildstabilisierung. Ergänzt wird diese durch ein 8-Megapixel - Ultraweitwinkelobjektiv und eine 5-Megapixel-Makrokamera . Auf der Vorderseite befindet sich eine 12-Megapixel- Kamera für Selfies und Videoanrufe.

Tagsüber liefert die Kamera beeindruckende Ergebnisse mit vielen Details, lebendigen Farben und effektivem HDR. Samsung optimiert Bilder in der Regel so, dass sie direkt nach dem Auspacken gut aussehen – ein Umstand, den die meisten Nutzer zu schätzen wissen. Für alle, die ein neutrales, nachbearbeitbares Foto suchen, ist sie vielleicht nicht die beste Wahl, aber ideal für alle, die einfach nur fotografieren, teilen und sich dann nicht mehr darum kümmern möchten.

Die 12-Megapixel-Frontkamera wirkt im Vergleich zu den klassischen, hochauflösenden Selfies deutlich ausgewogener . Sie eignet sich gut für Videoanrufe, soziale Medien und schnelle Porträts, sofern die Bildverarbeitung die Gesichtsglättung nicht überstrapaziert. Samsung hat sich in diesem Bereich deutlich verbessert, dennoch lohnt es sich, die Beauty-Einstellungen zu überprüfen, wenn man ein natürlicheres Aussehen wünscht.

Autonomie und Konnektivität

Der 5.000-mAh-Akku gehört zu den Spezifikationen, die wir fast schon als selbstverständlich ansehen, ist aber dennoch eine hervorragende Basis. Angesichts des großen Bildschirms, der 120-Hz-Bildwiederholfrequenz und der 5G-Konnektivität wäre eine geringere Kapazität riskant. Bei gemischter Nutzung sollte das Galaxy A37 5G problemlos einen ganzen Tag durchhalten, selbst bei intensiver Bildschirmzeit, Netzwerknutzung, Surfen und gelegentlicher Kameranutzung.

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Die 45-Watt-Schnellladefunktion ist eine gute Nachricht. Samsung war in diesem Bereich traditionell eher zurückhaltend, daher ist die 45-Watt-Ladeleistung in einem Modell der A-Serie ein positives Zeichen. Sie erreicht zwar nicht die rasanten Geschwindigkeiten mancher chinesischer Marken, ist aber schnell genug, um Ihr Verhältnis zum Ladegerät zu verändern. Sie müssen es nicht mehr über Nacht angeschlossen lassen; eine Teilladung während des Frühstücks oder beim Fertigmachen kann Ihnen viel Zeit sparen.

Die Konnektivität ist hervorragend: 5G, WLAN 6, Bluetooth 5.4, NFC, USB-C, GPS mit breiter Kompatibilität und Unterstützung für Nano-SIM + eSIM. Letzteres ist für mich besonders interessant, da eSIMs immer praktischer werden – etwa für Reisen, Zweithandys oder den Wechsel des Mobilfunkanbieters, ohne auf eine physische SIM-Karte angewiesen zu sein.

Das Fehlen eines microSD-Kartensteckplatzes ist jedoch ein Punkt, den man bedenken sollte. Bei der 256-GB- Version dürfte dies für die meisten Nutzer kein Problem darstellen, doch für diejenigen, die Karten zum Speichern von Fotos, Musik oder Dokumenten verwendet haben, ist es dennoch ein Verlust. Samsung hat diese Option schrittweise entfernt, und obwohl dies aus industrieller Sicht verständlich ist, ist es für den Nutzer dennoch weniger komfortabel.

Meinung des Herausgebers

Das Samsung Galaxy A37 5G ist ein Mittelklasse-Smartphone mit klaren Ambitionen: ein solides Nutzererlebnis zu bieten, ohne dabei ein High-End-Gerät sein zu wollen. Sein Display ist für diese Preisklasse hervorragend, das lavendelfarbene Design hat Charakter, ohne aufdringlich zu wirken, der Akku verspricht eine lange Laufzeit, und das 45-Watt-Schnellladen behebt eine der langjährigen Schwächen von Samsung. Die Hauptkamera mit 50 MP und optischer Bildstabilisierung (OIS) dürfte für die meisten Nutzer ausreichend sein, während Ultraweitwinkel- und Makroobjektiv eher zweitrangig sind.

Würde ich es kaufen? In dieser Konfiguration mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher würde ich es definitiv in Betracht ziehen, wenn ich ein rundum gutes Smartphone mit einem guten Display, einer soliden Software und einer guten Hauptkamera suchen würde. Es ist zwar nicht das aufregendste Smartphone des Jahres, aber eines jener Modelle, die mit der Zeit wahrscheinlich besser aussehen werden, als es zunächst scheint. Und manchmal ist das im mittleren Preissegment mehr wert als jedes übertriebene Versprechen.